Über uns

Wir sind Studenten des Masterstudiengangs New Media Journalism. Diesen Internetauftritt haben wir im Rahmen einer Projektarbeit im Modul «Medienethik» Ende 2017/Anfang 2018 erstellt. Der zweijährige Studiengang befasst sich mit den Ursachen und Folgen der sich verändernden Medienwelt und wird von der Leipzig School of Media, der Akademie für Publizistik in Hamburg, dem Kuratorium für Journalistenausbildung in Salzburg und der Schweizer Journalistenschule MAZ in Luzern in Kooperation mit der Universität Leipzig angeboten.

Wir, der Jahrgang 2016, kommen aus vier Ländern – Deutschland, Schweiz, Österreich und Liechtenstein. Wir alle stehen mitten im beruflichen Leben und sind journalistisch für verschiedene Fernseh- und Radiosender sowie Zeitungen tätig. Uns eint das Interesse an dem Wandel unseres Berufes, den wir aktiv mitgestalten wollen.

Christiane Teschl-Hofmeister

Gut moderierte Debatten halte ich für sehr sinnvoll und “belebend” – einerseits für alle, die die Debatte lesen, andererseits für das Medium, in dem sie stattfinden. Eine Verpflichtung, “Alles für Alle” immer offen zu halten, ständig die Möglichkeit zu bieten, immer und überall “mitreden zu lassen”, sehe ich nicht.

Claudia Schlup

Medienunternehmen haben das Recht und die Pflicht, Kommentarfunktionen gezielt einzusetzen. Ich bin überzeugt davon, dass einige wenige – dafür aber sorgfältig moderierte Debatten – qualitativ wertvoller sind als Kommentarfunktionen unter jedem Artikel.

Helene Obrist

Das direkte Feedback, das man auf eigene Artikel durch User-Kommentare kriegt, ist Fluch und Segen zugleich. Meiner Meinung nach, wird es für Journalisten aber immer wichtiger, mitzudiskutieren und den User ernst zu nehmen. Nur so können die Kommentarspalten von Hate-Speeches und Trollen befreit werden.

Jacqueline Bohrmann

Kommentarspalten könnten ein so schöner Ort sein: User und Journalisten treffen direkt aufeinander, Meinungen werden ausgetauscht und jeder lernt einen neuen Blickwinkel kennen. Nur die User spielen bisher nicht so mit, wie wir das gerne hätten.

Lena Wilczeck

Ich selbst habe noch nie auf einer öffentlichen Seite einen Kommentar hinterlassen. Interessant finde ich aber, wie viele Menschen sich trauen, ihre beleidigenden, nicht durchdachten und höchst verstörenden Gedanken im Netz zu hinterlassen.

Luise Schendel

Kommentare sind wichtig. Vor allem für die Kommentatoren selbst. Wie ein Tagebuch, in dem sie ihre geheimsten Gedanken versenken können. Die Meinungsspalte unter Artikeln erscheint nach einem schlechten Tag wie ein geduldiger Zuhörer. Sie spendet Trost, gibt Einsamen die Geborgenheit eines virtuellen Wohnzimmers. Da gibt’s nur ein Problem: Wer würde sich mit einem Megaphon in die gute Stube stellen?

Stephan Angolazza

Ich bin davon überzeugt, dass wir Journalisten von einer guten Debattenkultur in Kommentarspalten profitieren können. Nutzer geben uns Feedback, bringen uns neue Inputs oder gar Geschichten. Hate Speech ist dabei ein Übel, aber – so meine leise Hoffnung – dank gut durchdachter Algorithmen hoffentlich bald kein Problem mehr.

Tobias Winzer

Online-Kommentare könnten die Diskussionskultur und den Journalismus demokratisieren. Leider wird das Potenzial bei weitem nicht ausgeschöpft.

 

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